Warum wacht mein Baby nachts so oft auf?
- Laura Olah
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Was Eltern über den Babyschlaf wissen dürfen

Warum schläft mein Baby nicht durch?
Warum möchte es nachts ständig an die Brust?
Warum kann ich mein Baby nachts nicht ablegen?
...und das sind nur einige Fragen, die sich Eltern stellen - meistens nachts, erschöpft und mit quengelndem Baby auf dem Arm.
Gerade wenn Stillen, Nähe und Schlaf immer wieder zusammenkommen, entsteht schnell das Gefühl, etwas stimme nicht (und das nicht auch zuletzt durch gesellschaftliche Ansichten, aber das ist ein anderes Thema).
Dabei ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall.
Häufiges nächtliches Aufwachen ist normal
Der Baby- und Kleinkindschlaf unterscheidet sich grundlegend vom Schlaf Erwachsener. Babys haben kürzere Schlafzyklen, wechseln häufiger zwischen leichten und tiefen Schlafphasen und brauchen oft Unterstützung, um wieder in den Schlaf zu finden.
Nächtliches Aufwachen kann viele Gründe haben, z.B.:
Hunger oder Durst
Nähe- und Sicherheitsbedürfnis
Entwicklungsschritte
Reizverarbeitung
körperliche Veränderungen, z.B. ein neuer Zahn
Wichtig zu wissen:
Häufiges Aufwachen ist kein Zeichen für schlechte Gewohnheiten, fehlende Selbstständigkeit oder gar schlechte Erziehung.

Stillen & Schlaf - eng miteinander verbunden
Gerade gestillte Babys wachen nachts oft häufiger auf und das ist super schlau von ihnen. Muttermilch ist leicht verdaulich, Stillen reguliert Nähe, Stress und Bindung - und für viele Babys ist Stillen schlichtweg der einfachste und bequemste Weg, wieder zur Ruhe zu finden.
Aus Sicht der Bindungs- und Entwicklungsforschung ist das kein Problem, sondern ein sinnvoller Schutzmechanismus - auch im Hinblick auf den Plötzlichen Kindstod (SIDS).
Dennoch darf sich das für Eltern extrem anstrengend anfühlen.
Und genau hier entsteht oft der Wunsch nach Orientierung.
Zwischen Wissen & Alltag: Warum einfache Antworten selten helfen
Im Internet kursieren neben unzähligen Ratschlägen auch viele Versprechen: feste Schlafzeiten, Durchschlafen ab einem bestimmten Alter oder gar Schlaftrainingsmethoden. Was dabei aber häufig fehlt, ist der Blick auf das Gesamtbild der Familie.
Eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Baby- und Kleinkindschlaf bedeutet:
die kindliche Schlafentwicklung verstehen
die Bedürfnisse von Baby und Eltern ernst zu nehmen
die Erwartungen realistisch einzuordnen
Nicht jede Familie braucht eine individuelle Beratung - manchmal reicht Wissen, das entlastet und Sicherheit gibt.
Orientierung statt Schema F
Genau aus diesem Gedanken heraus ist mein Workbook Liebevoll begleitet durch die Nacht entstanden.

Es richtet sich an:
werdende Eltern, die sich bereits in der Schwangerschaft mit dem Babyschlaf beschäftigen möchten
Familien mit Baby oder Kleinkind, die Schlaf besser verstehen wollen
Eltern, die sich ohne Druck und ohne Schlaftraining orientieren möchten
Das Workbook vermitteln fundiertes Hintergrundwissen, regt zur Reflexion an und hilft dabei, den eigenen Weg im Umgang mit Baby- und Kleinkindschlaf zu finden - ohne schnelle Lösungen zu versprechen, aber dafür mit praxisnahen Tipps.
Es ersetzt keine individuelle Beratung, kann aber eine wertvolle Grundlage sein, um Zusammenhänge zu verstehen und Entscheidungen bewusster und vor allem auf Augenhöhe mit dem eigenen Kind zu treffen.
Wenn Fragen bleiben
Manchmal reicht Wissen allein nicht aus. Wenn Schlafmangel belastend wird oder Unsicherheiten bestehen, kann eine persönliche Begleitung sinnvoll sein.
Wenn du dich in diesem Text wiederfindest, denk daran: Du bist nicht alleine mit deinen Gefühlen. Melde dich gerne, wenn du Unterstützung suchst - wertfrei und auf Augenhöhe.
Deine Laura


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